Archive for April, 2009

Sakura – die Kirschblüte

Donnerstag, April 9th, 2009


Die Kirschblüte ist eines der bedeutendsten Symbole japanischer Kultur und heißt auf Japanisch Sakura. Sie hat viele Bedeutungen, aber ihre wohl bekannteste ist die Vergänglichkeit. Desweiteren werden der Kirschblüte Schönheit und Neuanfang zugeschrieben. Außerdem ist sie das offizielle Symbol für Tôkyô.

Von Ende März auf der südlichen Insel Kyûshû bis Anfang Mai auf der nördlichsten Insel Hokkaido ist in Japan die Zeit der Sakura. Sie repräsentiert den Frühlingsanfang und bringt warmes Wetter. In dieser Zeit wird sogar in der Wettervorhersage darüber informiert, wo im Moment die Kirschblüten blühen.

Sowohl in den Städten als auch auf dem Land wird die Kirschblüte groß gefeiert. Etwa zehn Tage lang steht sie in jeder Gegend in Blüte und während dieser Zeit findet das berühmte Hanami – die Blütenschau – statt. Freunde, Kollegen und Familien treffen sich, um in Parks auf großen Planen gemeinsam zu essen, Bier und Sake zu trinken, Spaß zu haben und die Schönheit der Kirschblüte zu bewundern.

In der traditionellen Literatur und Dichtung kommt die Sakura häufig vor. Da der japanische Kirschbaum keine Früchte trägt, ist die Kirschblüte das einzige Produkt dieser Bäume. Sie fällt in vollendeter Schönheit nach ungefähr zehn Tagen zu Boden und ist vergangen. Im ihrem übertragenen Sinne ist diese Eigenschaft, für nur kurze Zeit für die Schönheit zu leben,  in der Literatur zu einem Beispiel für den würdigen, jungen Tod geworden.

Sumô

Montag, April 6th, 2009

Wer kennt sie nicht, die großen Sumô-Kämpfer, die berühmtesten Ringer Japans? Die Ringer im Sumô werden in Japan Sumôtori genannt und wiegen meist, je nach Gewichtsklasse, 110 bis 200 Kilo.

Die Ursprüngliche Bedeutung des Wortes Sumô bedeutet „sich wehren“ und das ist auch Hauptbestandteil des Ringkampfes. Der Sumôtori versucht sich dagegen zu wehren, von seinem Kontrahenten aus dem Ring gestoßen oder zu Boden geworfen zu werden. Wer nämlich aus dem Ring austritt oder mit einem anderen Körperteil als dem Fuß auf dem Boden aufkommt, ist der Verlierer. Meist sind die Kämpfe nicht länger als ein paar Sekunden, ganz anders als beim westlichen Ringen, wo eine Kampfrunde mehrere Minuten dauert. Das macht diese Sportart so spannend und könnte mitunter auch der Grund sein, weshalb ein so großer Anteil der Fans Frauen sind, welche erst seit dem 19. Jahrhundert überhaupt bei Sumôkämpfen zusehen dürfen.

Der Ring ist mit Sand bestreut und hat einen Durchmesser von 4,5 Meter, welcher mit einem Strohseil abgegrenzt ist. Alle Sumôtori tragen traditionelle Haartracht und Kleidung. Aber nicht nur Japaner werden Sumôtori. Seit einigen Jahren erobern vor allem Mongolen, Hawaiianer und Osteuropäer wie Bulgaren, Russen und Esten den Ring. Sogar ein US-Amerikaner wurde einmal Sumô-Weltmeister.