Archive for Juni, 2013

MANGA- Falten in verschiedenen Stoffen

Freitag, Juni 28th, 2013

Je nach Material fallen Falten ganz verschieden. Ich habe eine kleine Liste mit verschiedenen Stoffen und den dazugehörten Faltenwürfen zusammengestellt. Und hier ist sie:

Pelzmantel

Pelz ist natürlich flauschig und gleichzeitig sehr schwer. Deswegen bilden sich bei einem Pelzmantel auch kaum Falten, nur am Saum. Dort entstehen breit, lockere Falten, sogenannte Röhrenfalten.

 

Strickzeug

Auch bei einer Strickjacke oder einem gestrickten Schal kommt es kaum zur Faltenbildung, vor allem, wenn die gestricken Sachen sehr dick sind! Solche Kleidungsstücke liegen dann fast glatt am Körper.

 

Dünner Rock

Mit einem ganz anderen Fall haben wir es zu tun, wenn es sich um dünne Stoffe handelt, wie zum Beispiel bei einem kurzen, leichten Sommerrock. Ein solcher Stoff bildet viele verspielte, aber gerade Falten. Sie folgen der Form des Rockes von der Taille bis zum Saum. Besonders deutlich ausgeprägt sind diese natürlich, wenn es sich um einen Faltenrock handelt.

 

Sommerkleid

Noch luftiger und verspielter als ein Rock fallen Sommerkleider aus duftigen, hauchdünnen Stoffen. Solche Stoffe folgen jeder Bewegung, und schon ein Windhauch lässt das Kleid Falten werfen. Das sind dann aber nicht strenge, gerade Falten wie bei einem Rock, sondern sanfte, verspielte Falten, die der Bewegung des Körpers oder des Kleides folgen. Sie können auch mit geschwungenen Linien und leichten Strichen angedeutet werden, so dass das Kleid luftig und bewegt wirkt.

 

Schuluniform

Schuluniformen sind ein beliebtes Kleidungsstück im Manga, gerade bei weiblichen Figuren! So eine Uniform muss etwas aushalten, und deswegen ist sie aus sher widerstandsfähigem, robusten Stoff gemacht, der natürlich nicht so leicht und locker fält wie ein Sommerrock oder -kleid. Vielmehr zeichnet sich dieses Materiel durch harte, fast kantige Falten aus.

 

Enges Top

Bei eng anliegender Kleidung bilden sich viele waagrechte gezogene Falten, vor allem um die Bauchgegend herum. Der Stoff eines eng anliegenden Tops rutscht leicht nach oben, wenn man sich bewegt.

 

Jeansstoff

Auch Jeanshosen liegen in der Regel eng an, egal ob sie kurz oder lang sind. Da der Stoff aber ein sehr fester Material sind, sehen die Falten hier sehr kantig aus.

 

Prinzessinnenkleid

Vielleicht wollt ihr ja etwas fantastischer gekleidete Figuren zeichnen. Prinzessinnen oder ähnlich prächtig gekleidete Mädchen sind da ein beliebtes Motiv. Das Kleid einer Prinzessin ist natürlich aus den erlesensten und feinsten Stoffen gefertigt. Solche Stoffe sind oft sehr schwer, aber nicht robust und stabil. Sie fallen also in schöne, weite Falten. Zusätzlich zu diesem natürlichen Faltenwurf können Falten bei einem solchen festlichen Kleid aber auch zur Verzierung dienen. Diese “künstlichen” Falten entstehen durch Kräuselungen und Raffungen, etwa an der Taille oder am Saum des Abendkleids. Oft gehören zu einem solchen Kleid auch Puffärmel, die wieder ihren ganz eigenen Faltenwurf haben.

Tsuyu

Freitag, Juni 21st, 2013

In Japan herrscht momentan Regenzeit, Tsuyu oder auch Baiu, genannt. Sie dauert etwa einen Monat lang. Je nach Landstrich begann sie Mitte Mai bis Mitte Juni und dauert bis spätestens Mitte Juli. Diese Wochen sind also nicht unbedingt eine gute Zeit, um nach Japan zu reisen. Glaubt mir: Die Japaner hassen Tsuyu! Einen Monat lang regnet bei uns dann jeden Tag. Manchmal ist es kalt, aber oft ist es auch sehr warm. Und immer ist es nass! Die Klamotten werden gar nicht mehr richtig trocken und beginnen irgendwann, muffig zu riechen, und auch das Essen verdirbt leicht, wenn man es herumstehen lässt. Besonders schlimm ist es bei dem Seetang für das Sushi. Lässt man es in der Regenzeit rumstehen, dann wird es nass und schmeckt überhaupt nicht!

Daher kommt vielleicht auch der Name “Tsuyu”. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort “Pflaumenregen”. Man vermutet, das Wort stammt daher, dass während der Regenzeit auch die Pflaumen in Japan reif werden. Es gibt aber noch eine andere Theorie, was die Namensherkunft angeht: Gechreiben wird das Wort 梅雨, was an sich eigentlich nicht “Tsuyu”, sondern “Baiyu” gelesen würde. Früher wurde diese Regenzeit auch so genannt. 黴 (bai) bedeutet Schimmel. Da wie gesagt während der Regenzeit hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und das Essen so leicht verdirbt, ist das also ein passender Name, denn “Tsuyu” oder “Baiyu” kann auch “Schimmelregen” bedeuten.

Doch egal, woher das Wort kommt: Wir Japaner können diese “fünfte Jahreszeit” überhaupt nicht leiden! Es ist wirklich furchtbar. Wer Urlaub in Japan machen will, sollte seine Reise lieber früher ansetzen, am besten zur Kirschblütenzeit. Oder man kann auch später im Sommer nach Japan kommen, wenn es nicht mehr regnet, sondern es richtig heiß ist. Aber vorsicht: Richtig hieß bedeutet richtig heiß!

MANGA – Fingernägel

Freitag, Juni 21st, 2013

Mit Fingernägeln ist das so eine Sache. Sie sind eigentlich ein kleines Detail, und es ist im Manga üblich, dass solche Details nicht exakt und realistisch gezeichnet werden. Sie werden vielmehr vereinfacht dargestellt.

Gerade bei solchen kleinen Sachen wie Fingernägeln ist es wichtig, das im Kopf zu behalten. Zeichnet man hier zu detailliert und realistisch, dann sieht es einfach nicht so hübsch aus. Gleichzeitig sollte man die Fingernägel aber auch nicht ganz weglassen. Das wirkt dann nämlich ziemlich seltsam.

Es genügt, den Fingernagel nur anzudeuten. Dabei hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel nur die Spitze und die äußeren Ränder deutlich einzeichnen, den unteren Ansatz aber weglassen.

Es ist aber genauso möglich, nur den unteren Ansatz zu zeichnen,und zwar durch einen leichten Schwung. Dadurch ist es völlig überflüssig, die Seitenränder einzuzeichnen, weil sie durch den Schwung bereits angedeutet werden.

Man kann auch sowohl die Seitenränder als auch den unteren Rand zeichnen. Dann sollte man aber darauf achten, dass die Zeichnung nicht zu ausgeprägt gerät

MANGA -Crash-Kurs Händezeichnen

Freitag, Juni 21st, 2013

Crash-Kurs Händezeichnen

Ein häufiger Fehler, der beim Zeichnen von Händen gemacht wird, ist, dass der Daumen zu hoch angesetzt wird und der kleine Finger zu niedrig. Dadurch sieht man dann gar nicht, ob man es mit einer rechten oder einer linken Hand zu tun hat. Der Daumen ist dann eigentlich nicht als solcher erkennbar.

Man muss also den Daumen unbedingt weiter unten als die übrigen vier Fingern ansetzen, so dass der Unterschied deutlich erkennbar ist. Außerdem darf man die Knochen des Handgelenks nicht vergessen. Nur wenn man das Gelenk richtig zeichnet, entsteht auch wirklich der Eindruck, dass man hier eine linke bzw. rechte Hand vor sich hat.

Oft zeichnet man beim Manga natürlich Hände in Bewegung. Dazu noch ein Tipp:

Finger bewegen sich von oben nach unten. Die richtige Position eines Fingers in Bewegung ermittelt man, indem man vom untersten Gelenk ausgeht. Die Bewegung eines Fingers beschreibt nämlich einen Kreis um das unterste Gelenk. Mit Kreisbögen um diesen Punkt kann die Position der übrigen Fingergelenke ermittelt werden.