Archive for the ‘Japanische Kultur’ Category

Hachiko

Mittwoch, Juni 27th, 2012

Für die Romantiker und Tierfreunde: „Hachiko“ ein berühmter Hund in Japan..

Hachiko ist ein Akita-Hund. Er wartete jeden Tag an der Shibuya-Station auf sein Herrchen. Jahrelang, selbst als das Herrchen gestorben war, wartete Hachiko

noch Jahre lang auf ihn – jeden Tag. Hachiko zu Ehren wurde extra eine Statue angefertigt, sie steht an der Shibuya Station. Dort verabreden sich heute alle Verliebten und

Freunde wenn sie auf jemanden warten. Die Geschichte wurde auch mit Richard Gere verfilmt!

Tanabata

Mittwoch, Juli 7th, 2010

In Japan gibt es zu den verschiedensten Anlässen tolle Feste. Das Tanabata-Fest wird jedes Jahr am Abend des 7. Juli gefeiert.

Der Legende nach gibt es zwei Sterne, ein Liebespaar, die wegen ihrer Liebe alles andere vergaßen und ihre Arbeit vernachlässigten. Deshalb wurden sie an verschiedene Enden eines Flusses, der Milchstraße, verbannt. Es gibt nur einen einzigen Tag im Jahr, an dem sie sich treffen dürfen, und das ist der 7. Tag des 7. Monats.

Am Abend des 7. Juli hofft ganz Japan, dass es nicht regnet, weil sonst der Fluss durch das viele Wasser zu breit wird und die beiden Liebenden sich nicht treffen können. Außerdem werden an diesem Tag Zettel mit Wünschen an Bambusstäbe gebunden, die von dem Liebespaar erfüllt werden.

Japanische Schrift

Montag, Mai 17th, 2010

Ich höre häufig die Frage, ob sich denn ein Japaner und ein Chinese verstehen würden, wenn sie im Gespräch jeweils ihre eigene Sprache sprächen; ob Chinesisch und Japanisch sich so voneinander unterscheiden würden, wie zum Beispiel Norwegisch und Schwedisch. Die Antwort ist ein definitives Nein: Sie würden gegenseitig kein Wort des Anderen verstehen. Entgegen der verbreiteten Ansicht, Chinesisch und Japanisch wären sich ähnlich, haben die beiden Sprachen im Gesprochenen wirklich rein gar nichts gemeinsam. Im Schriftbild sieht das aber etwas anders aus.

China war einst eines der fortschrittlichsten Länder der Welt und so kam es, dass sie weit bevor die Japaner eine ordentliche Schrift entwickelt hatten, bereits mit älteren Versionen der heute bekannten chinesischen Zeichen schrieben. Gelehrte brachten diese Schrift nach Japan und sie wurde im Laufe der Zeit an die japanische Sprache angepasst und abgewandelt bis 3 Schriftarten entstanden waren: Kanji (leicht abgewandelte chinesische Zeichen, die ein ganzes Wort darstellen), Hiragana (eine Silbenschrift, mit der meist grammatikalische Formen ausgedrückt werden) und Katakana (eine Silbenschrift, die meist für ausländische Begriffe und Neologismen verwendet wird).

So benutzen also Japaner eine importierte Schrift, genauso wie hier in Deutschland ja auch mit römischen Buchstaben geschrieben wird.

gogatsu-byô – Die Maikrankheit

Freitag, April 9th, 2010

In Japan beginnt, wie wir ja schon in einem der vorigen Einträge gelesen haben, das neue Schuljahr im April. Aber nicht nur das! Auch die Uni oder eine neue Arbeitsstelle, sogar so etwas wie ein Fernkurs oder eine Vereinsmitgliedschaft beginnen im April. Dieser Monat ist besonders für viele Schulabgänger und Uniabsolventen eine Zeit, in der sie mit großen Hoffnungen und voller Eifer in ihr neues Leben starten und mit Freude eine tolle Zukunft erwarten.

Doch dann kommt es meist doch nicht so, wie man es erwartet hat. In der Uni überhäufen sie einen mit Prüfungen und administrativen Aufgaben, der Arbeitsplatz ist doch viel stressiger – oder langweiliger – als man es sich vorgestellt hatte, der neue Tanzkurs macht doch nicht so viel Spaß. Dazu kommt noch, dass die ganze Nation eine ganze Woche Urlaub hat, da sich Anfang Mai in der so genannten „Golden Week“ ein Feiertag an den nächsten reiht. Eine ganze Woche, um über die Anstrengungen der neuen Tätigkeit zu reflektieren. Und die Sommerferien fühlen sich auch noch so weit entfernt an.

Einige Menschen fallen also in eine kleine Depression darüber, dass nichts so läuft, wie sie es sich ausgemalt hatten, verlieren ihren Eifer und leider auch ihre Motivation. Die Leute sind müde, bei Studenten kann es zum Abbruch des Studiums kommen, auch die Selbstmordrate steigt in dieser Zeit kurzfristig an. Diese „Krankheit“ nennt man in Japan gogatsu-byô, die Maikrankheit.

Die Frühjahrsmüdigkeit, nachdem man mit Elan in das neue Jahr gestartet war, die noch dazu mit Heuschnupfen einhergeht, kennt man im deutschsprachigen Raum durchaus auch. Lasst also nicht mit Euren Bemühungen nach und genießt den Mai genauso wie den April!

Karaoke

Donnerstag, April 1st, 2010

In Deutschland kennt man Karaoke vor allem aus sogenannten „Karaoke Bars“: Kneipen, in denen auf einer Bühne eine Karaoke-Maschine steht und jemand vor allen Anwesenden, Freunden genauso wie Unbekannten, zu mittelmäßiger instrumentaler Hintergrundmusik Schlager singt und dabei den Text von einem kleinen Fernseher abliest. In Japan, das Land, dem wir diese wunderbare Erfindung verdanken, sieht Karaoke-Singen ganz anders aus:

Man trifft sich mit ein paar Freunden oder verabredet sich zu einem Date und mietet für einen Stundenpreis einen kleinen Raum, „Karaoke-Box“, der mit Sofas, Couchtischen, einem riesigen Fernseher (für den Text und das zum Lied gehörende Musikvideo) und einer digitalen high-tech Karaoke-Maschine ausgestattet ist. In dieser intimen Atmosphäre kann jeder ausgelassen singen, es hört ja außer den Freunden keiner!

Statt der vielleicht 1000 Lieder, die in Deutschland auf Karaoke-Maschinen zu finden sind, gibt es auf japanischen Maschinen weitaus mehr. Um einen guten Song zu finden, blättert man in einem der Kataloge, die jeweils so dick sind wie 2 Telefonbücher zusammen, in denen sowohl japanische, als auch internationale Künstler und ihre Lieder aufgeführt werden.

Für alle, die es noch nicht wussten: Der Begriff „Karaoke“ setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, nämlich dem japanischen Wort „kara“, welches auf Deutsch „leer“ bedeutet, und einer Abkürzung des englischen Worts „orchestra“ (auf Japanisch ôkesutora ausgesprochen). Der Erfinder der ersten Karaoke-Maschine von 1971 heißt Daisuke Inoue und erhielt im Jahr 2004 für seine Erfindung den Friedens-Ig-Nobelpreis.

Frühstück in Japan

Donnerstag, April 1st, 2010

Wer schon einmal in Japan war und im Hotel oder Gasthaus „Japanisches Frühstück“ bekommen hat, weiß, dass darunter etwas Ungewöhnliches zu erwarten ist.  Tatsächlich sieht so ein japanisches Frühstück ganz anders aus, als ein deutsches. Obwohl sich beim näheren Hinsehen auch Unterschiede zwischen dem süd- und norddeutschen Frühstück finden lassen, würde hier keiner auf die Idee kommen, Suppe oder Reis zum Frühstück zu essen.

Ein traditionelles Frühstück in Japan unterscheidet sich kaum von den anderen Tagesmahlzeiten. Es gibt Miso-Suppe, Reis, Fisch und eventuell sogar Reste vom Abendessen am Vortag. Was bei einem gesunden Frühstück natürlich nicht fehlen darf, ist grüner Tee und Nattô – fermentierte Sojabohnen. Die werden nach eigener Vorliebe mit Sojasauce, Senf oder anderen Zutaten gewürzt und mit Reis gegessen. Die etwas schleimige Konsistenz und die Fäden, die das Nattô meist zeiht, machen das Essen mit Stäbchen zu einem echten Kunststück.

Natürlich kann man in Japan aber auch Cornflakes mit Milch oder Toast und Croissants mit Marmelade finden. Allerdings kann es sein, dass einem dazu noch ein Salat serviert wird. Generell wird aber morgens reichlich gefrühstückt, um so gut in den Tag starten zu können.

Valentinstag in Japan

Donnerstag, Januar 28th, 2010

Sicherlich habt Ihr schon einmal in einem Manga gelesen oder in einem Anime gesehen, wie ein Mädchen am Valentinstag dem Jungen, in den sie verliebt ist, Schokolade schenkt; am besten selbst gemachte Schokolade! Das ist nicht nur Comic-Romantik, sondern in Japan tatsächlich Realität.

Am Valentinstag, den 14. Februar, nehmen sich die japanischen Mädchen allen ihren Mut zusammen und gestehen ihre Liebe, indem sie dem Jungen ihres Herzens Schokolade schenken. Manche stehen dafür stundenlang in der Küche und machen diese Schokolade selbst, andere verschenken wunderschön dekorierte Schokolade von bekannten Herstellern. Manchmal kann dieses Geständnis für den Jungen sehr unerwartet sein, wenn sie ihm vorher nie irgendwelche Zeichen gesendet hat, die ihre Verliebtheit signalisieren, weil sie zu schüchtern war oder nie die Gelegenheit hatte.

Hat das Mädchen Glück, bekommt sie genau einen Monat später am White Day (der 14. März) von eben diesem Jungen Süßigkeiten geschenkt, was bedeutet, dass er sie ebenso mag und gerne mit ihr zusammen wäre. Dieser Tag wurde zwar von einem japanischen Schokoladenhersteller erfunden, ist aber für Jugendliche eine besonders romantische Art, eine Beziehung zu beginnen und die ersten Erfahrungen in Sachen Liebe zu machen.

Weihnachten in Japan

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

In Europa, den USA, und anderen christlich geprägten Ländern ist Weihnachten das Fest Christi Geburt und ein Feiertag. Da aber die japanische Staatsreligion der Buddhismus ist, hat Weihnachten (auf Japanisch „kurisumasu“ in Anlehnung an das englische Wort „Christmas“) für die Japaner keinerlei religiöse Bedeutung. In Japan werden heutzutage an diesem Tag Partys gefeiert und Paare gehen auf ganz besondere Dates.

Erst durch den amerikanischen Einfluss im späten 19. Jahrhundert und verstärkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kam auch in Japan der Brauch auf, an diesem Tag zu feiern und Geschenke auszutauschen. Allerdings bleiben während der Weihnachtstage die Geschäfte offen und die Leute gehen weiterhin in die Arbeit. Viel wichtiger in Japan sind der Geburtstag des Kaisers am 23. Dezember und der Neujahrstag, den man zusammen mit der Familie verbringt. Beide Tage sind tatsächlich auch Feiertage.

Amerikanische Filme und Seifenopern machten das Fest der Liebe besonders populär, außerdem laden die glitzernden Weihnachtsbeleuchtungen auch dazu ein, gemeinsam einen Spaziergang zu machen, oder sich in ein Café zu setzen und die festliche Stimmung zu genießen.

Japanisches Make-Up

Mittwoch, November 18th, 2009

Von Land zu Land unterscheiden sich die Vorlieben der Frauen, was Mode, Make-Up und Ausdrucksweise angeht. Was die weibliche Mode in Japan betrifft, so ist der dominierende Stil eher klassisch mit schicken Blusen und Röcken, schlichten hohen Schuhen und kleinen Markenhandtaschen oder großen, bunten Halstüchern. In ihrer Ausdrucksweise sind sie lieblich und gebrauchen eine bestimmte „Frauensprache“; sie benutzen Worte und Ausrufe, die ein Mann nie verwenden würde, weil sie so weiblich und süß klingen.

Bei Make-Up sind die japanischen Frauen sehr bestimmt. Je heller die Haut ist, desto schöner finden sie sie! Darum wird in Japan hauptsächlich Make-Up verkauft, das fast ins Weiße geht und die Haut ein Paar Töne heller macht, im Gegensatz zum europäischen Make-Up, das darauf abzielt, die Haut eher einen Ton dunkler aussehen zu lassen. Das Ideal, was die Augenpartie angeht, sind runde, große, westlich aussehende Augen. Deshalb versuchen sie durch künstliche Wimpern, viel Maskara und Kajal ihre Augen größer erscheinen zu lassen. Um das gesamte Bild perfekt abzurunden, benutzen Sie rosigen Rouge, der das Bild des süßen Mädchens noch unterstreicht.

Wer einmal nach Japan geht, beobachte die hübschen Frauen und achte auf das perfekte Make-Up, die schön frisierten Haare und das klassische Outfit. Es steht ihnen wirklich gut!

Cosplay

Mittwoch, November 4th, 2009

Ein beliebter Event auf Comic-Messen in jedem Land ist der Cosplay-Wettbewerb, in dem die besten Kostüme, aber auch die Fans, die sich am besten in Ihre Rolle hineinversetzen, ausgezeichnet werden. Einige Cosplayer verkleiden sich aber auch nur, um ihre Hingabe an ihren Lieblingscharakter offen zu zeigen, ohne irgendwelche Wettbewerbsgedanken.

Das Wort „Cosplay“ ist eine japanische Abkürzung des englischen Begriffs „Costume Roleplay“ und bedeutet, sich als Anime-, Manga-, Comic- oder Filmcharakter oder sogar als Mitglied einer Visual Kei Band zu verkleiden und zu versuchen, so nah wie möglich an sein Aussehen heranzukommen, um so zu diesem Charakter selbst zu werden.

Die erstaunlichsten Cosplay findet man unter anderem im Ursprungsland Japan, denn dort wird Cosplay zur Kunst. Man verwendet die besten Materialien und Perücken und das Make-Up sieht meist fast professionell aus. Ein richtig gutes und exaktes Cosplay kann einen dann aber auch mal etwas mehr kosten.