Die Kirschblüte ist eines der bedeutendsten Symbole japanischer Kultur und heißt auf Japanisch Sakura. Sie hat viele Bedeutungen, aber ihre wohl bekannteste ist die Vergänglichkeit. Desweiteren werden der Kirschblüte Schönheit und Neuanfang zugeschrieben. Außerdem ist sie das offizielle Symbol für Tôkyô.
Von Ende März auf der südlichen Insel Kyûshû bis Anfang Mai auf der nördlichsten Insel Hokkaido ist in Japan die Zeit der Sakura. Sie repräsentiert den Frühlingsanfang und bringt warmes Wetter. In dieser Zeit wird sogar in der Wettervorhersage darüber informiert, wo im Moment die Kirschblüten blühen.
Sowohl in den Städten als auch auf dem Land wird die Kirschblüte groß gefeiert. Etwa zehn Tage lang steht sie in jeder Gegend in Blüte und während dieser Zeit findet das berühmte Hanami – die Blütenschau – statt. Freunde, Kollegen und Familien treffen sich, um in Parks auf großen Planen gemeinsam zu essen, Bier und Sake zu trinken, Spaß zu haben und die Schönheit der Kirschblüte zu bewundern.
In der traditionellen Literatur und Dichtung kommt die Sakura häufig vor. Da der japanische Kirschbaum keine Früchte trägt, ist die Kirschblüte das einzige Produkt dieser Bäume. Sie fällt in vollendeter Schönheit nach ungefähr zehn Tagen zu Boden und ist vergangen. Im ihrem übertragenen Sinne ist diese Eigenschaft, für nur kurze Zeit für die Schönheit zu leben, in der Literatur zu einem Beispiel für den würdigen, jungen Tod geworden.
Wer kennt sie nicht, die großen Sumô-Kämpfer, die berühmtesten Ringer Japans? Die Ringer im Sumô werden in Japan Sumôtori genannt und wiegen meist, je nach Gewichtsklasse, 110 bis 200 Kilo.
Die Ursprüngliche Bedeutung des Wortes Sumô bedeutet „sich wehren“ und das ist auch Hauptbestandteil des Ringkampfes. Der Sumôtori versucht sich dagegen zu wehren, von seinem Kontrahenten aus dem Ring gestoßen oder zu Boden geworfen zu werden. Wer nämlich aus dem Ring austritt oder mit einem anderen Körperteil als dem Fuß auf dem Boden aufkommt, ist der Verlierer. Meist sind die Kämpfe nicht länger als ein paar Sekunden, ganz anders als beim westlichen Ringen, wo eine Kampfrunde mehrere Minuten dauert. Das macht diese Sportart so spannend und könnte mitunter auch der Grund sein, weshalb ein so großer Anteil der Fans Frauen sind, welche erst seit dem 19. Jahrhundert überhaupt bei Sumôkämpfen zusehen dürfen.
Der Ring ist mit Sand bestreut und hat einen Durchmesser von 4,5 Meter, welcher mit einem Strohseil abgegrenzt ist. Alle Sumôtori tragen traditionelle Haartracht und Kleidung. Aber nicht nur Japaner werden Sumôtori. Seit einigen Jahren erobern vor allem Mongolen, Hawaiianer und Osteuropäer wie Bulgaren, Russen und Esten den Ring. Sogar ein US-Amerikaner wurde einmal Sumô-Weltmeister.
Sushi… welcher Japankenner liebt es nicht? Am bekanntesten ist in Deutschland wohl das Kaiten-Zushi. Das sind Sushi-Restaurants, in denen auf einem Laufband die verschiedenen Sushi-Gerichte an einem vorbeirollen und man sich selbst bedienen kann. Häufig gilt hier das All-You-Can-Eat Prinzip, wobei man einen festen Preis zahlt und soviel essen kann wie man möchte.
Die verschiedenen Arten von Sushi lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Da gibt es das Nigiri-Sushi, Ballen von Reis, auf die roher Fisch, Garnelen oder auch Eierstich gelegt ist; Maki-Sushi, die kleinen mit Seetang umhüllten Röllchen, gefüllt mit Reis und Fisch oder Gemüse (hiervon gibt es noch unzählige Unterarten); und natürlich Sashimi, reiner roher Fisch. Mir schmeckt das sogenannte Kappa Maki am besten! Das ist eine Maki-Rolle, die mit Reis und Gurke gefüllt ist. Könnte meine Vorliebe vielleicht auch daran liegen, dass das das günstigste auf jeder Menükarte ist? Sushi ist nämlich nicht nur im Ausland, sonder auch in Japan teuer.
Für alle gilt Sushi als Das Japanische Gericht schlechthin, aber wer hätte es gedacht? Ursprünglich kommt es aus China und am Mekong-Fluss gelegenen ostasiatischen Gebieten!
Studio Ghibli ist wohl das bekannteste Animationsstudio Japans. In aller Welt sind die Filme bekannt, unter vielen anderen vor allem die Klassiker „Nausicaä“, „Mein Nachbar Totoro“, „Prinzessin Mononoke“, „Das wandelnde Schloss“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“, die allesamt unter der Leitung des ebenso berühmten Hayao Miyazaki entstanden sind. Das besondere an den Animes aus den Hause Ghibli ist der Gebrauch klassischer Animationstechniken, in die nur sehr selten Computeranimationen eingefügt werden. Dieser Liebe zum Detail verdankt Studio Ghibli ihren wetweiten Erfolg.
Das Ghibli Museum ist komplett dieser Liebe zum Detail gewidmet, selbst das Gebäude könnte aus einem von Miyazakis Filmen stammen. Es steht in Mitaka, einem Vorort von Tokio, auf einem großen Gelände, im „Garten“ und um das Haus herum finden sich einige Charaktere aus Ghibli-Filmen, wie Totoro und der Gigant aus „Das Schloss im Himmel“. Es gibt pro Tag nur eine begrenzte Anzahl von Eintrittskarten, die im Voraus reserviert werden müssen, die Besucher haben meist schon drei bis vier Wochen vor ihrem Besuch im Ghibli Museum ihre Karten bestellt. Im Museum selbst finden sich faszinierende Dinge, wie ein Stockwerk, das ganz dem kreativen Schaffen Hayao Miyazakis gewidmet ist, ein weiteres Stockwerk, in dem die Herstellung eines Ghibli-Films gezeigt wird, ein kleines Kino, in dem allein für das Museum produzierte Anime-Kurzfilme laufen und eine lebensgroße Plüschversion des Katzenbusses aus „Mein Nachbar Totoro“, in dem vor allem Kinder gerne spielen. Natürlich ist auch der Souvenirladen bestens mit Soundtrack CDs, Film DVDs und einer großen Auswahl an Merchandise ausgerüstet.
Wie man an die Eintrittskarten kommt, ist aber ein recht kompliziertes Verfahren. In Japan kann man einen Monat im Voraus in der Supermarktkette Lawson an eigens für den Verkauf dieser Tickets aufgestellten Automaten nachsehen, für welche Uhrzeiten an welchen Tagen noch Besucher zugelassen sind, reservieren und sein Ticket gleich bezahlen. Im Ausland gibt es weltweit verteilte Verkaufsbüros, in Europa allerdings nur in Groß Britannien, Frankreich und Italien. Wer in anderen europäischen Ländern wohnt, kann nur per E-Mail über das Büro in Groß Britannien Tickets bestellen und per Kreditkarte bezahlen. Genaue Informationen dazu stehen auf der offiziellen Ghibli Studio Internetseite.
Wer einmal das Glück hat, eine Reise nach Japan machen zu können, sollte sich das Ghibli Museum auf keinen Fall entgehen lassen.
Informationen dieses Artikels unverbindlich und ohne Gewähr - Stand: 23.03.2009
Wart Ihr schon mal auf der Leipziger Buchmesse? Das ist eine perfekte Gelegenheit viele gleichgesinnte Fans zu treffen, neue Manga und Anime zu entdecken, berühmte Zeichner zu sehen und einfach gemeinsam Spaß zu haben!
Für uns waren es aufregende vier Tage! Jetzt sind wir wieder zurück und haben einiges von der Leipziger Buchmesse zu erzählen. Es waren unglaublich viele Menschen da, 147.000 Besucher wurden gezählt (2008 waren es nur 129.000!). Es gab unzählige tolle Cosplayer zu sehen, die Shows auf der Bühne waren super. Was auch besonders spannend war: die Gewinner des Manga-Wettbewerbs MANGA TALENTE 2009 wurden bekanntgegeben!
Auch unser Stand war gut besucht und es sind sogar einige Schüler des Manga-Fernkurses vorbeigekommen, um mit uns zu reden und uns Fragen zu stellen! Die japanisch Zeichnerin Tama Takahashi hat sich besonders über die Fans gefreut, die gekommen sind, um mit ihr zu sprechen.
Es hat dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf die nächste Buchmesse!
Bald werden auf Marume.de ein ausführlicher Bericht und Bilder von der Buchmesse zu sehen sein.
Vom 12. bis zum 15. März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. In 6 Hallen stellen unzählige Aussteller ihre Stände auf. Halle 2 ist ganz dem Comic verschrieben und das Programm verspricht viel Abwechslung und Spaß.
Im Anime-Kino und im Café auf einer Großleinwand werden Animes und Filme gezeigt, es finden Manga-Workshops und die Preisverleihung des MANGA TALENTE 2009 Wettbewerbs statt. Im Go-Bereich gibt es Einführungen in die Kunst dieses anspruchsvollen Spiels und auch Turniere. Auch Ausstellungen mit Artwork sind zu sehen. Für alle Rollenspielfans und diejenigen, die es noch werden wollen, gibt es einen eigenen Rollenspielbereich, in dem das Rollenspielen gelernt und epische Adventures ausgetragen werden können. Außerdem gibt es eine eigene Yu-Gi-Oh! Spielfläche, auf der verschiedene Turniere stattfinden. Am 14. März findet der große Cosplay-Wettbewerb statt und, während die Jury die Ergebnisse für die Preisverleihung auswertet, ein Auftritt der Gruppe Tsuki no Senshi. Viele Comic- und Mangaverlage stellen ihre Bücher aus und zahlreiche deutsche Mangaka sind für einige Signierstunden im Signierbereich zu finden. Auf der Stage findet außerdem ein Interview mit Matsuri Hino, Zeichnerin des Mangas Vampire Knight, und ein Auftritt der Showgruppe Tsubomi statt.
Natürlich sind auch wir wieder dabei! Besucht uns doch mal in Halle 2 an unserem Stand D510. Die japanische Zeichnerin Tama Takahashi kommt extra aus Japan zu Besuch. Sie ist eine eurer Lehrerinnen im großen Mangakurs! Der Knaur Verlag hat jetzt ein neues Buch herausgegeben, an dem sie mitgezeichnet hat. An unserem Stand könnt ihr sie treffen und ein Autogramm bekommen.
Hier geht es zur offiziellen Website der Comics in Leipzig auf der Leipziger Buchmesse.
Heute geht es um japanische Süßigkeiten. An fast jeder Ecke gibt es in Japan Convenience Stores (auf japanisch sagt man Konbini), in denen man die leckersten Sachen kaufen kann. Das wohl Bekannteste ist Pocky, Keksstäbchen, die mit Schokolade überzogen sind. Es gibt sie in verschiedenen Varianten: mit Milchschokolade, mit weißer Schokolade, mit Erdbeergeschmack, sogar auch mit Grüner-Tee-Geschmack.
Ihr kennt doch bestimmt alle die kleinen Koala-Kekse, die mit Schokolade gefüllt sind. Die gibt es in diesen Konbini auch in den verschiedensten Geschmacksrichtungen! Außerdem gibt es viele Arten von süßen oder salzigen Reiscrackern, kleine Gebäckstücke mit Fruchtgeschmack oder gefüllt mit Vanillepudding und eine unglaubliche Auswahl an Bonbons und Keksen in jeder Form, zum Beispiel Manga- oder Animecharaktere. Ich habe auch schon einmal Naruto-Chips mit Ramen-Geschmack gefunden!
Diesen Monat brachte Carlsen Manga! die neue Serie Shadow Lady des Mangaka Masakazu Katsura heraus. Hierbei handelt es sich um eine spannende Romance-Mystery-Serie, die auch viel Action verspricht.
Hauptcharakter ist die schüchterne junge Frau Aimi Komomori, die als Kellnerin in einem Café der Stadt Gray City arbeitet. Eines Tages wird die verblüffte Aimi von einem kleinen Oni-Dämon mit einem magischen Lidschatten beschenkt. Mit dessen Hilfe kann sich das Mauerblümchen jede Nacht in die atemberaubende Diebin Shadow Lady verwanden, der es mit ihren neuen magischen Kräften super leicht fällt, in Häuser einzubrechen und wertvolle Dinge zu stehlen. Der kleine Oni begleitet Shadow Lady stets, meist in menschlicher Gestalt, und gibt sich als ihr Bruder aus. Bald wird die Polizei auf ihre Verbrechen aufmerksam und beginnt sie zu verfolgen. Vor allem der Polizist Bright Honda macht sich daran, die attraktive Shadow Lady zu fassen, diese entkommt jedoch immer wieder.
Der romantische Twist an der Geschichte: Aimi verliebt sich in den Polizisten Bright Honda, ist aber viel zu schüchtern, um ihm gegenüber auch nur ein Wort rauszubringen. Sie würde sogar für ihn ihre zweite Identität aufgeben. Dieser hat aber nur Augen für die umwerfende Diebin und weiß natürlich nicht, dass Aimi die wahre Person hinter der Fassade seiner heiß geliebten Shadow Lady ist.
Shadow Lady erschien in Japan in den Jahren 1993 und 1995 und ist jetzt endlich auch bei uns gelandet. Andere bekannte Manga von Masakazu Katsura sind Video Girl Ai, DNA² und I“s. Shadow Lady wird bestimmt genauso spannend, lustig und romantisch, wie seine Vorgänger.
Ich spiele sehr gerne Videospiele, aber da ich seit einigen Monaten so viel zu tun habe, komme ich momentan leider nicht dazu. Ab nächster Woche habe ich frei und ich freue mich schon, endlich wieder meine Playstation einschalten zu können.
Das Spiel, an dem ich gerade „arbeite“ heißt Ôkami und ist von Capcom. Es ist ein lustiges und interessantes Adventure Rollenspiel, in dem viele Tasks erledigt und Gegner besiegt werden müssen. Was Ôkami so besonders macht, ist seine Grafik. Alles ist im Sumi-e Stil und sieht aus, als wäre es gerade mit Tusche gezeichnet worden. Außerdem enthält das Spiel viele japanische Märchen, die in abgeänderter Form in der spannenden Storyline auftauchen.
Kennt ihr Haiku? Das sind Gedichte mit einer bestimmten Versform, die in Silben gezählt wird. Ein Haiku besteht aus drei Teilen mit der Silbenaufteilung 5-7-5, es gibt also insgesamt 17 Silben. Das macht Haiku zur kürzesten Gedichtform der Welt. Es gab einige Vorläufer des Haiku, aber erst im 16. Jahrhundert entwickelte sich genau diese Form.
Feste Bestandteile des Haiku waren immer die Natur und die Jahreszeiten. Sie wurden durch bestimmte „Jahreszeitenwörter“ angedeutet. Beispiele für solche Wörter sind „kalter Wind“ (Winter), „Mond“ (Herbst), „Zikaden“ (Sommer) und „Rapsblüte“ (Frühling).
Wie in jeder Kunst, sei es Musik, Malerei oder Poesie, gibt es aber auch Freidenker. Heute werden nämlich auch moderne Haiku geschrieben, die weder die ursprüngliche Versform, noch die Jahreszeiten beinhalten.
Mittlerweile hat sich das Haiku in der ganzen Welt etabliert. Es wird in vielen Ländern und Sprachen geschrieben. Auch in Deutschland ist es sehr beliebt.
Hier ein Haiku von Hermann Groteloh auf der Internetseite www.haiku-heute.de:
Durch den Winterwald
geht der Pfad stetig weiter
Ein Jahr vergeht
Ich selbst habe auch ein Haiku geschrieben: Es wird gelesen “nami no oto, suzushii kaze ya, shizukana hi”.
Übersetzt bedeutet das:
Das Wellenrauschen
und der angenehme (kühle) Wind
Ein ruhiger Tag